Alles, was Sie über Remote-Arbeit und Cybersecurity wissen müssen

Author

Claudia Trogisch Ezquerra

Estimated reading time

7 min

Publish date

May 6, 2021

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REMOTE WORK
Table of Contents:

Es ist für niemanden ein Geheimnis, dass die Pandemie ein Vorher und Nachher in Bzgl. der Mitarbeitermobilität eingeleitet hat und es uns ermöglicht hat, von überall aus remote zu arbeiten. Theoretisch.
Dies hat neue Herausforderungen für Unternehmen auf der ganzen Welt geschaffen. Eine davon ist, Mitarbeitern unabhängig von ihrem Standort den besten Zugang zu den Ressourcen der Organisation zu gewähren und gleichzeitig sensible Informationen und Daten zu schützen.

Cybersecurity-Probleme

Die erste Reaktion vieler Unternehmen war " Connectivity first". Es war dringend notwendig, dass nicht nur die Bedürfnisse der Kunden, sondern auch die der Mitarbeiter erfüllt wurden, um über Wasser zu bleiben. Das bedeutete die Einführung von Live-Streaming, automatisierter Kundenbetreuung, Online-Schulungen und vielem mehr.
In der Eile übersahen viele Organisationen die Cyber Security Risiken dieses neuen Arbeitsansatzes. Diese aufkommenden Sicherheitslücken schufen einzigartige Möglichkeiten für bösartige Täter und bereiteten den IT- und Cybersecurity-Experten in den Unternehmen erhebliche Kopfschmerzen.

Unsichere Netzwerkverbindungen

Beim Remote-Arbeiten ist man in der Lage, von überall auf der Welt zu arbeiten. Das kann von zu Hause aus sein, aber auch, in einer Zukunft nach einer Pandemie, von einem Café oder einem anderen öffentlichen Ort aus. Zumindest rein theoretisch.
Das bedeutet, dass Ihre Mitarbeiter auf ihre Firmenkonten zugreifen, während sie mit WIFI-Netzwerken mit schwächeren Sicherheitsschichten verbunden sind, wie z. B. ihrem Heim-WIFI und/oder sogar öffentlichem WIFI. Hacker in der Nähe können dann durch die gemeinsame Netzwerkverbindung spionieren und sich Zugang zu vertraulichen Informationen verschaffen.
Um dies zu vermeiden, sollten Ihre Mitarbeiter angewiesen werden, nur dann auf unbekannte WIFI-Netzwerke zuzugreifen, wenn sie eine Virtual Private Network (VPN)-Verbindung verwenden.

Die Nutzung von persönlichen Geräten

Wenn Ihre Mitarbeiter ihre persönlichen Geräte für Arbeitszwecke nutzen, können weitere Verstöße auftreten. Firmengeräte werden von IT-Fachleuten betreut, die dafür sorgen, dass die regelmäßigen Software-Updates installiert werden, um sicherzustellen, dass keine Cyberkriminellen darauf zugreifen können.
Persönliche Geräte verfügen möglicherweise nicht über die entsprechende Software und sind daher anfälliger für Virenbedrohungen, Hackerangriffe und mehr.
Andere Aspekte, wie z. B. dass Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen, vertrauliche Informationen auf ihren Geräten speichern, um sie später zu verkaufen oder weiterzugeben, sollten ebenfalls berücksichtigt werden.

Aussetzung physischer Bedrohungen

Auch wenn dies vielleicht nicht zu den Cybersecurity-Risiken gezählt wird, gehören physische Bedrohungen dennoch zu den Cyber-Bedrohungen. Dazu gehören Probleme, die durch menschliche Fehler entstehen, z. B. das Offenlegen des Laptop-Bildschirms an öffentlichen Orten, das laute Sprechen über sensible Informationen an einem öffentlichen Ort oder sogar das ungewollte Drücken von Tasten durch ein Kleinkind zu Hause. Ihre Geräte zu Hause unbeaufsichtigt zu lassen, ist bereits kritisch. Dies an einem öffentlichen Ort zu tun, ist noch schlimmer.

Einrichten einer Remote-Arbeitsrichtlinie zur Gewährleistung der Cybersicherheit

Unser Arbeitsumfeld hat sich grundlegend verändert.  Es sind neue Möglichkeiten, aber auch Bedrohungen entstanden, und wir müssen uns mit neuen Best Practices vertraut machen, um sie erfolgreich zu bewältigen.
In Bezug auf die Cybersicherheit ist es ratsam, zunächst eine Prüfung der Sicherheit Ihres Remote Arbeitsumfeld vorzunehmen.
Viele Unternehmen denken, dass sie sich zunächst auf die Ermöglichung von Remote-Arbeiten konzentrieren sollten, um sich dann später mit der Evaluierung und Verbesserung ihrer Cybersicherheit zu befassen. Dies ist jedoch keine Frage des Entweder-oder: Wie eine aktuelle PWC-Studie herausfand, zahlen sich Cybersecurity-Investitionen durchaus aus. Sie schützen dadurch nicht nur ihre sensiblen Informationen besser, sondern können auch schneller auf Remote-Arbeit umsteigen.
Alles in allem geht es bei Cybersecurity-Problemen in dieser neuen Umgebung um ungesicherte Technologiesysteme, überlastete IT-Mitarbeiter und verwirrte Angestellte, für die das Arbeiten in einer Remote-Umgebung neu ist. Viele dieser Probleme lassen sich durch eine Richtlinie für Remote-Arbeiten vermeiden.
Eine Remote-Working-Policy sollte Regeln enthalten und feste Prozesse etablieren, um die Sicherheit der Daten Ihres Unternehmens zu gewährleisten. Dieses Regelwerk soll Ihren Mitarbeitern als Leitfaden dienen und eine gewisse Struktur bieten.
Es könnte hilfreich sein, sich zu fragen, wie die Umstellung auf Remote-Arbeit die Cybersicherheitssituation in Ihrem Unternehmen verändert hat. Wozu dienen die Cyberschutz-Praktiken, die wir bereits eingeführt haben? Welche sind veraltet und welche müssen wir hinzufügen?

Hier sind einige Aspekte, die Sie berücksichtigen und in Ihre Richtlinie für Remote-Arbeiten aufnehmen sollten:

Zunächst einmal sollte eine Remote-Arbeitsrichtlinie die Mitarbeiter anweisen, einen Privacy Screen auf ihrem Laptop und anderen mobilen Geräten einzurichten und sicherzustellen, dass die verwendeten und angeschlossenen Geräte und Systeme vollständig mit Antivirus-, VPN- und Anti-Malware-Software ausgestattet sind. Eine strenge Passwortrichtlinie ist ebenfalls unerlässlich.
Weitere Anweisungen sollten beinhalten, dass die Geräte so eingestellt werden, dass sie sich automatisch aktualisieren und dass der Zugriff auf Unternehmensanwendungen und E-Mails auf persönlichen Geräten, die nicht aktualisiert sind, zurückgehalten wird.
Eine weitere Best Practice ist die Aufnahme einer Bring Your Own Device (BYOD)-Richtlinie für die Nutzung persönlicher Geräte durch Mitarbeiter im Firmennetzwerk. Die Installation eines Mobile-Device-Management-Systems auf der Unternehmensseite des Geräts wäre von großem Vorteil, insbesondere im Falle eines Diebstahls oder wenn der Mitarbeiter das Unternehmen verlässt, wo alle Unternehmensdaten remote gelöscht werden können.
Als Teil der Remote-Policy sollten die IT-Leiter im Unternehmen die Mitarbeiter regelmäßig daran erinnern, dass die Genehmigung der IT-Abteilung erforderlich ist, wenn neue Dienste und Software erworben werden. Zur Erleichterung des Prozesses können Dokumente mit Listen darüber erstellt werden, was die Mitarbeiter ohne Genehmigung herunterladen dürfen.
Eine gute Remote-Working Policy sollte auch Kontaktinformationen für den Fall eines Cyber-Notfalls sowie Schulungen für Mitarbeiter enthalten, wie sie ihr Remote-Büro einrichten und sich am besten schützen können. Dazu gehört zum Beispiel, wie man das gesamte System im Falle eines plötzlichen Notfalls herunterfährt.

WorkMotion und Compliance

Bei der Implementierung von Cybersicherheitsrichtlinien in einer Remote-Umgebung ist es sehr wichtig, vor der Umsetzung dieser Maßnahmen Ihr juristisches Team zu konsultieren, um Compliance-Probleme zu vermeiden, insbesondere wenn Ihre Mitarbeiter über die ganze Welt verteilt sind.
Als Experte für die Remote-Arbeitsumgebung kann WorkMotion Ihnen helfen, während Ihrer gesamten Remote-Reise compliant zu bleiben und Sie dabei unterstützen, Ihre HR-Ziele zu erreichen und herauszufinden, wie Sie in dieser Umgebung erfolgreich sein können. Klingt gut? Kontaktieren Sie uns!

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